Flurgestaltung an der Gustav-Falke-Schule - Zwischenbesuch

Yves Mikelsons erklärt - Flurgestaltung an der Gustav-Falke-Grundschule"Halte mal den Bleistift ganz leicht", Architekt Yves Mikelsons-Roloff gibt den Kindern kleine Tipps. Eine eigene Skizze von der Größe eines halben Blattes soll neu, aber vergößert auf ein Doppelblatt gezeichnet werden. "Das ist zur Übung! Nachher auf der Wand wird es ja noch größer!" Die sechs Kinder klemmen die Zungen zwischen die Zähne und arbeiten konzentriert los.

"Denkt daran, ihr seht Eure Bilder in den nächsten Jahren jeden Tag!", sagt Yves Mikelsons mit Augenzwinkern und bringt so die Kleinen dazu, das gleiche Bild noch einmal zu zeichnen. Und noch einmal. Und noch einmal. Erstaunlich, wie konzentriert die sechs Kinder der dritten Klasse über lange Zeiten hinweg vollkommen versunken sind in die selbst gewählten Motive. Sie zeichnen einfach nur Vorlagen in verschiedenen Größen ab. Nicht mehr. Und doch ist diese kleine Aufgabe spannend genug. Und dabei handelt es sich nur um Vorübungen für die eigentliche Arbeit: Die Bemalung des Flures der Gustav-Falke-Grundschule.

Flurgestaltung Gustav Falke SchuleDas Projekt Flurgestaltung teilt sich in drei Schritte. Als erstes wurden die Wände mit abwischbarer Farbe mit einer einfarbigen Welle auf großer Fläche gestrichen. Dadurch wirkt der gesamte Flur im Vergleich zu früher viel heller, freundlicher und lichter. Diese Arbeiten wurden bereits vor einiger Zeit abgeschlossen. Im zweiten Schritt werden Motive auf die Wände gemalt. Bei den Vorübungen zu diesem Schritt steht das Projekt aktuell. Hier werden die Kinder tätig und Yves Mikelsons ist in weiten Teilen nur Ratgeber. Im dritten Schritt werden noch Schränke und Sitzgelegenheiten hergestellt, die ebenfalls das Konzept der geschwungenen Welle aufnehmen werden. Man sieht diese Welle ganz gut im Modell, das ebenfalls die Kinder mit der Unterstüzung des Architekten erstellt haben - siehe Foto.

Flurgestaltung Gustav Falke Grundschule Modell des ProjektesDas Projekt Flurgestaltung wird mit Mitteln des Sozialen Stadt mit einem QF2-Projekt unterstützt. Wir freuen uns nach diesem Zwischenbesuch schon auf die Fertigstellung und wünschen den Kindern noch viele Lerneffekte und spannende Tage mit Papier und Bleistift. Und natürlich wünschen wir den Kindern weiterhin einen so geduldigen Kursleiter.

Yves Mikelsons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Foto Andrei Schnell

2. Mai 2014