Ashure-Fest im Familienzentrum

Besonders die Kinder freuten sich auf den Nachmittag im Familienzentrum am 13. November. Das hatte zusammen mit dem Interkulturellen Beratungs- und Begegnungs-Centrum IBBC e.V. im Rahmen des Projektes „Interkultureller Dialog“ zum Ashure-Fest geladen. Inzwischen zu einer guten Tradition geworden, gab es natürlich auch wieder die von den Kiezmüttern und Mitarbeiterinnen des Familienzentrum zubereitete leckere Ashure-Süßspeise aus Bohnen, Kichererbsen, Weizen, Reis, Wasser, Rosinen und Puderzucker.
Kadir Sahin von der Alevitischen Gemeinde in der Waldamerstraße erläuterte die Hintergründe des Festes, das in der ganzen islamischen Welt gefeiert wird. Zwar mit unterschiedlichen Riten und an verschiedenen Tagen, aber immer als besonderes Fest.

 

Der Monat Muharrem, in dem der 10. Tag als „Aschura-Tag“ bezeichnet wird, hat im Islam eine bedeutende Stellung. Er ist einer der vier heiligen Monate, in denen unter anderem jegliche Form der Auseinandersetzung untersagt ist und jeder zum Frieden aufgerufen ist. Zudem ist überliefert, dass viele prophezeite und wichtige Ereignisse am 10. Muharrem eintraten: der Prophet Moses soll beim Auszug aus Ägypten das Rote Meer an diesem Tag durchquert haben, die Wunden des Propheten Hiob sollen am Aschura-Tag von Gott geheilt worden und der Prophet Noah nach der Sintflut an diesem Tag mit seiner Arche auf dem Berg Cudi gestrandet sein. Deshalb sollte ein Festessen gekocht werden, aber es gab nur noch wenige Nahrungsmittel – eben jene, aus denen die Ashure-Suppe besteht. ReF