Das war Brunnywood - Open Air Kino im Brunnenviertel

Wird jemand kommen, ist der Weg zu finden, reichen die Liegestühle? Die jungen Leute von „Moviemiento e.V.“ hatten am 9. August ganz hinten im Hof der Ernst-Reuter-Schule eine große Leinwand aufgebaut, Liegestühle aufgestellt und für eine Popcornmaschine gesorgt, nun warteten sie auf die Kinobesucher. Gezeigt werden sollte die Dokumentation „Football under Cover“ von David Assmann und Ayat Najafi, der auch als Gast gekommen war.

Er begrüßte mit Safak Yildiz vom Quartiersmanagement die Zuschauer und erzählte etwas über die Entstehung des Films, der erfolgreich 2008 bei der Berlinale lief und den Teddy Award erhielt, neben anderen Preisen auf Festivals. Eineinhalb Jahre dauerte der Dreh und noch einmal ein Jahr lang wurde geschnitten. „Wir wussten nicht, wie das Ende aussehen könnte“, erinnert er sich, „und ich denke immer noch, das Ende jetzt ist ein bisschen naiv, aber es funktioniert.“ Die Zuschauer wollten auch wissen, wie es war bei den Dreharbeiten in Teheran. Im Allgemeinen hätten sie keine Probleme gehabt, es durfte nur auf keinen Fall die iranische Fußballnationalmannschaft beim Training oder sonst gefilmt werden, nur im Stadion. Auch nach fünf Jahren, nach dem der Film in vielen Ländern im Kino und in Deutschland auch öfters im Fernsehen lief, freut er sich, dass die Menschen immer noch Anteil nehmen an den Erlebnissen der multikulturellen Fußballtruppe aus Berlin. Zur Zeit arbeitet Ayat Najafi an einem Musikfilm, mehr verraten wollte er aber nicht.

Auch am zweiten Kinotag waren alle Plätze besetzt. Gezeigt wurde „Status Yo“, ein Streifen aus der Berliner Hip Hop-Szene von Till Hastreiter. Zwei Protagonisten waren auch dabei und schilderten, wie sie in das Projekt quasi hineingerutscht waren. Damit sie sich nicht allzu sehr verbiegen mussten, wurde stellenweise das Drehbuch geändert, die Tänzer spielten dann sich selbst und ihre Lebensgeschichte und stellten auch mal die eigene Wohnung als Set zu Verfügung.

Am 16. und 17. August waren Kurzfilme auf dem Abenteuerspielplatz am Humboldthain zu sehen. Auf dem Gartenplatz lief am 23. August der österreichische Film „Kuma“ vor der illuminierten Kirche. Am 24. August dann die Doku „Neukölln Unlimited“, auch wieder über junge Tänzer.

Das Projekt "Open Air Kino" wird gefördert durch die Europäische Union und das Land Berlin im Rahmen des Programms "Zukunftsinitiative Stadtteil, Teilprogramm Soziale Stadt" im Gebiet des Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße.

Infos zu den Filmen hier:

 

ReF