Dezember 2013

Für Kiezliebhabende - Magnete aus dem Brunnenviertel

Aus dem Urlaub sind es beliebte Mitbringsel, sie sind eckig oder rund, bunt bemalt oder mit Foto, tiefsinnig oder lustig – Magnete. Meist heften sie wichtige Nachrichten und Infos an Memotafeln oder Kühlschränke, erinnern an Termine und Einkäufe oder machen einfach gute Laune.
Nun gibt es sie auch mit Motiven aus dem Brunnenviertel: Sie sind schön anzuschauen und erinnern Entdeckerinnen und Neugierige, Abenteuerlustige und Kiezliebhabende ganz nebenbei daran, auf der Homepage des Quartiersmanagements das Neuste aus dem Kiez zu lesen und wichtige Termine in den eigenen Kalender zu übertragen. Für Kontaktfreudige gibt es die natürlich auch bei Facebook!

Erhältlich kostenlos im Vorortbüro des Quartiersmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße, Jasmunder Straße 16, 13355 Berlin. Dort gibt es auch die Brunnenviertel-Postkarte zum Versenden. ReF

 

 

Neuer "Wegweiser für Familien im Gesundbrunnen"

Ab sofort ist der Wegweiser, erarbeitet vom Familienzentrum, unter www.familienwegweiser-gesundbrunnen.de erreichbar. Die Homepage soll Familien in unserer Region helfen, sich zurecht zu finden und einen kleinen Überblick über bestehende Angebote zu den Bereichen Bildung, Erziehung und Freizeit sowie Adressen von Ämtern liefern. Sie ist dreisprachig (Deutsch, Türkisch und Arabisch) und sehr einfach zu bedienen.
Falls ein wichtiges Angebot vergessen wurde oder es weitere Angebote gibt, würde sich das Familienzentrum über Informationen freuen. Allerdings sei darauf verwiesen, dass nicht alle Projekte aufgeführt wurden, sondern nur die, die im Bedarfsfall auch weitervermitteln können. Die noch fehlenden Übersetzungen folgen Anfang des neuen Jahres.
Familienzentrum Wattstraße

 

Wattstr. 16, 13355 Berlin
Tel.: 030-32 51 36 55
E-Mail: fz-wattstraße@pfefferwerk.de

 

Weihnachtsgrüße für Afrika

Geseende Kerfees! Das ist Afrikaans, die Amtssprache in Namibia, und heißt „Frohes Weihnachtsfest“. Die Schüler der Klasse 4b der Gustav-Falke-Schule üben schon fleißig die ungewohnten Wörter, denn sie wollen ein Video mit Weihnachtsgrüßen drehen und zu Gleichaltrigen im Kinderschutzhaus „Mother Wilhelmina“ in Katutura schicken. Sie hatten im Unterricht erfahren, wie Kinder dort leben, wie ihr Alltag aussieht. „Das hat sie sehr beeindruckt, denn das war doch schon sehr verschieden von ihren Erfahrungen“, sagt Klassenlehrerin Anja Schneider. Ihre Tochter hatte im Kinderschutzhaus ein Praktikum absolviert und den Kontakt hergestellt. Sie hat auch die Grüße übersetzen lassen.
Das Video soll bis Jahresende in Afrika ankommen und dann hoffen die Schüler, dass sie eine Antwort erhalten.
 

Spielend das Brunnenviertel entdecken

Das Brunnenviertel birgt kuriose und interessante, aber oft unzugängliche Schätze – Orte, die es zu erkunden gilt. Mit dem Projekt „Spielend das Brunnenviertel entdecken!“ wollen Studenten der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) zusammen mit Bewohnern ein Spiel entwickeln, um auf diese Orte aufmerksam zu machen und damit die aktive Erforschung des Quartiers zu fördern. Ein erster Ideenaustausch findet am 8. Januar, 15 Uhr, in der HMKW, Ackerstraße 76, Raum 2.18, statt.

 

Prof. Dr. Jan-Henning Raff vom Fachbereich Grafikdesign und Visuelle Kommunikation der HMKW hatte die Idee. „Unsere Studenten beschäftigen sich im theoretischen Unterricht u.a. mit dem Thema ‚Grafik in Raum und Umgebung‘,  dafür sind wir immer auf der Suche nach Praxispartnern“, erklärt er. „Auf der Homepage des Quartiersmanagements haben ich dann erfahren, dass es hier für Projekte eine Förderung gibt.“ Er setzte sich mit dem QM in Verbindung und stellte seine Projektidee vor. Die kam an und so startet nun das Projekt im Januar. „Wir sind sehr froh, uns hier im Viertel engagieren zu können“, betont Prof. Dr. Raff. „Viele der Studenten und Dozenten fahren nur zur Uni und wieder zurück und kennen den Kiez gar nicht. Dabei gibt es hier so viel Interessantes – Industriegeschichte, Architektur, Arbeiterbewegung. Und Kurioses, Kleinigkeiten, die erst auf dem zweiten Blick auffallen.“

 

Das Projekt ist ergebnisoffen, das heißt, die Bandbreite der möglichen Ideen ist sehr groß. Prof. Dr. Raff würde gerne ein „Brunnen-Quartett-Spiel“ entwerfen, das Orte und Gebäude vorstellt, oder ein „Geocaching im Kiez“ entwickeln. „Aber natürlich sind auch andere Vorschläge gefragt. Zusammen mit den Studenten wird geprüft, was sich dafür eignet und was realisierbar ist und dann umgesetzt.“

ReF

 

Erfolgreiche Kunstauktion mit Schülerwerken im Martin-Gropius-Bau

Sechzig Euro? Höre ich sechzig Euro? Sie dort links, Sie sagen sechzig Euro? Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Verkauft! Sie hätte noch nie eine Auktion geleitet, behauptete Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance Berlin, noch eine halbe Stunde zuvor. Doch sie ist wohl ein Naturtalent, denn am Ende kamen 1745 Euro für die neue Musikanlage und Kunstprojekte der Gustav-Falke-Schule zusammen. Junge Künstler der Schule haben gemalt, gestaltet und modelliert und bemerkenswerte Kunstwerke geschaffen, die am 14. Dezember im Martin-Gropius-Bau in einer Kunstauktion versteigert wurden.

Zu Beginn der Auktion begrüßte Susanne Rockweiler, stellvertretende Direktorin des Martin-Gropius-Baus, die Anwesenden, zu denen neben interessierten Gästen auch Lehrer, Eltern und viele Schüler gehörten. Seit 2009 gebe es die Zusammenarbeit mit der Schule. Die Schüler entdecken Kunst und Kultur – Bildungsarbeit, die für die Zukunft der Kinder so wichtig ist. Ein großes Lob sprach sie den Lehrern und Erziehern der Schule aus, die das Projekt tatkräftig unterstützten. „Dafür müßten sie eigentlich Managergehälter bekommen“, sagte sie unter Beifall. Die Rektorin Karin Müller begrüßte die Anwesenden, zu denen auch Ralf Wieland, der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, gehörte, und dankte Frau Schwan für ihr Engagement. Die zeigte sich sehr angetan von den Kunstwerken, „ganz großartig!“.

Als Einstimmung sangen Schüler des Schulchores stimmungsvolle Weihnachtslieder. Und dann ging es auch schon los. Ein Bild der Klasse 5a, inspiriert von Hundertwasser, wurde gezeigt. Es startete mit 10 Euro, es kamen schließlich 60 Euro zusammen. Das zweite Bild, ein „Bruchpferd“ von Keno aus der 4b, wurde unter großem Beifall für 125 Euro (!) verkauft. Der kleine Künstler platzte bald vor Stolz, das hatte er nicht erwartet. Dann ging es weiter: 35 Euro, 30 Euro. Nun kam ein bunt bemalter Stuhl. Schüler der 1. und 2. Klassen hatten die Aufgabe, Alltagsgegenstände zu verfremden und taten das augenscheinlich mit viel Kreativität. „Da fangen wir mal gleich bei 30 Euro an“, forderte Gesine Schwan die Anwesenden zum Bieten auf und die ließen sich nicht lange bitten. Für 85 Euro ersteigerte Frau Rockweiler das Kunstobjekt. „Eine Farbexplosion in Rot“ wechselte für 110 Euro den Besitzer, ein Bild mit Mohnblüten ersteigerte auch Ralf Wieland für 50 Euro. Selbst ein Kopf aus Gips ging weg für 55 Euro. Für ein Bild mit Fischen von Layla bot sogar ihre Oma mit. Fast alle Kunstwerke wurden verkauft – für 1745 Euro! Ein großer Erfolg, mit dem zuvor keiner gerechnet hatte, vorallem für die Kinder und natürlich die Schule. ReF

 

Bürgerkoordinator/in im Familienrat - Gemeinsam Lösungen finden

Der Familienrat ist eine Zusammenkunft einer Familie mit Freunden und Bekannten, bei der ernst zu nehmende Schwierigkeiten von der Familie selbst gelöst werden können. Ziel ist es, dass die Familie die eigene Verantwortung für die Lösung ihres Problems übernimmt und dass diese Lösung von den für die Familie wichtigen Menschen mitgetragen wird.

Wer als Koordinator/in im Familienrat mitarbeiten möchte, sollte Lebenserfahrung haben und Vertrauen in die Kraft und die Möglichkeiten, die in einer Familie und deren sozialem Umfeld stecken, sollte beharrlich, kreativ und flexibel sein, andere in ihrem eigenen Wert respektieren, selbstständig arbeiten, gut zuhören und respektvoll nachfragen und gut organisieren. Ein/e Koordinator/in im Familienrat möchte Menschen helfen, sich selbst zu helfen und ihnen nicht selbst die Lösung bringen, eine klar umrissene Aufgabe und sich im  Stadtteil engagieren.

Für die Ausübung des Ehrenamts als Bürgerkoordinator/in im Familienrat bieten wir an:
• eine kostenlose Einführungsveranstaltung
• eine kostenlose Qualifizierung über ein dreitägiges Seminar
• eine fortwährende, qualifizierte und verlässliche Begleitung Ihrer praktischen Arbeit

Der Zeitaufwand für einen Familienrat beträgt zwischen 20 und 40 Stunden, pro Jahr nicht mehr als drei Familienräte. Ein bis zweimal im Jahr findet ein Treffen aller Bürgerkoordinator/innen statt. Außerdem gibt es eine Aufwandsentschädigung.

   

Termine

Einführungsveranstaltung:
27.03.2014, 18.00-20.00 Uhr
Ort: Familienzentrum Wattstr. 16, 13355 Berlin

Schulungen:
03.05.2014, 9.00-18.00 Uhr
Ort: KJHV | KJSH-Stiftung, Badstr. 44, 13357 Berlin
10.05.2014, 9.00-18.00 Uhr
Ort: KJHV | KJSH-Stiftung, Badstr. 44, 13357 Berlin
11.05.2014, 9.00-18.00 Uhr
Ort: Familienzentrum Wattstr . 16, 13355 Berlin

Anmeldung zur Einführungsveranstaltung bitte bis spätestens 24.03.2014.

Ansprechpartnerin
Regionalbüro Mitte
Frau Anneke Rieper
Badstr. 44, 13357 Berlin
Telefon: (030) 39 40 48 30
Fax: (030) 39 40 48 310
E-Mail: a.rieper@kjhv.de

Weitere Informationen auf der Internetseite www.kjhv.de.        Infoflyer

Bürgerkoordinator/in im Familienrat ist ein Kooperationsprojekt mit dem Jugendamt Berlin-Mitte und Pfefferwerk Stadtkultur GmbH, Familienzentrum Wattstraße und dem Kinder- und Jugendhilfeverbund, gefördert im Rahmen der Bundesinitiative „Frühe Hilfen und Familienhebammen“.
 

Weihnachtszauber in der Gustav-Falke-Schule

Alle Jahre wieder - so beginnt eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder. Aber ebenso lädt jedes Jahr die Gustav-Falke-Schule Eltern, Lehrer und Schüler zur großen Weihnachtsshow in die Aula. Auch in diesem Jahr haben sich die Schülerinnen und Schüler wieder große Mühe gegeben, Lieder und Gedichte einstudiert - zum Teil sogar in Englisch und Französisch - sowie kleine Singspiele und Geschichten geschrieben und liebevoll Kostüme genäht und Kulissen gebaut. Musikalisch begleitet wurden sie dabei von Eltern und Musiklehrerin Juliane Tief. Die neue Musikanlage, für die die Kinder und der Förderverein lange gesammelt haben, machte den Abend zu einem richtigen Erlebnis. Jede Darbietung wurde mit herzlichem Beifall belohnt, auch wenn mal das eine oder andere Malheur passierte, aber das ist eben live. Besonders großen Applaus bekamen Nadja für ihren Sologesang und Henriette für ihr Violinenspiel.

Die Kinder hatten vorher schon alles Beiträge in einem Tonstudio aufgenommen und eine CD produziert, so konnte jeder zum Schluß den "Weihnachtszauber" mit nach Hause nehmen. ReF

 

Impressionen

 

Weihnachtsflohmarkt im Familienzentrum

Das Wetter meinte es gut mit den Beteiligten an diesem 11. Dezember. Kein Regen, kein Schnee, so gab es nur ein paar kalte Hände und Füße. Dafür hatten die Frauen aus dem Familienzentrum heißen Kaffee und Tee gekocht. Und natürlich haben die Kiezmütter wieder lecker gebacken. Ahmad Mukkahel von der Vätergruppe brutzelte selbstgemachte Falafel, da bildete sich zeitweise eine kleinen Schlange an seinem Stand. Diesen Andrang konnten die anderen Stände mit Kleidung, Accessoires, Weihnachtskarten und Weihnachtsschmuck leider nicht verzeichnen, da hätte man sich mehr Besucher gewünscht. Weg wie warme Semmeln gingen nur die Brunnenviertel-Beutel und das neue Kiezmagazin am Stand des Quartiersmanagements. Großer Andrang herrschte allerdings bei Andreas, der aus Luftballons allerei Getier und Geblüm zauberte. Leuchtende Kinderaugen gab es dann nochmal  zum Abschluss, als die Wunderkerzen entzündet wurden.
Fazit: Die vier Flohmärkte kamen gut an, vielleicht sollte man das im nächsten Jahr wiederholen...   ReF

 

Impressionen

 

Historisches aus dem Brunnenviertel: Für zwei Silbergroschen satt essen

„Suppenlina“ wurde sie genannt, die vor 183 Jahren geborene Lina Morgenstern. Das war nicht abwertend gemeint, sondern Ausdruck höchster Wertschätzung und Dankbarkeit. Angesichts des Elends in den Arbeiterfamilien Mitte des 19. Jahrhunderts gründete sie den Verein der Berliner Volksküchen und eröffnete am 4. Juli 1866 die erste Suppenküche, wie diese Einrichtungen im Volksmund genannt wurden. In den folgenden vier Jahren folgten noch zehn weitere,  eine davon befand sich im Brunnenviertel an der Brunnenstraße 115.
 

In der damals sehr populären Zeitschrift „Die Gartenlaube“ schreibt sie in dem Artikel „Die Volksküchen in Berlin“: Von all’ den unter den Zeitverhältnissen leidenden Gesellschaftsclassen sind die Familien am unglücklichsten, die verarmt sind bis zu dem Grade der allerhärtesten Einschränkung, ohne daß sie sich selbst aufgeben und als Almosenempfänger herausstellen dürfen. Denen zu helfen ist am schwierigsten, ja, es giebt nur Ein Mittel dieser Hülfe – die Ermöglichung einer Selbsthülfe.
Dieser Gedanke veranlaßte mich, einen Plan auszuarbeiten, wie man für solche Familien, denen es unter den gegenwärtigen Umständen fast unmöglich sein dürfte, ihren Haushalt zu führen, Volksküchen einzurichten habe, aus denen jede bedrängte Familie ohne Scheu gegen den billigsten, d. h. Selbstkostenpreis, die nahrhafteste Kost entgegennehmen kann. Im Gegensatz zu den Armenküchen gab es dort das gespendete Essen nicht umsonst. „Jede dieser Volksküchen wird zweimal täglich eintausend bis eintausend zweihundert Portionen Gemüse und Fleisch, die Portion zu anderthalb bis zwei Silbergroschen, verkaufen. Die Portion enthält das Maß eines preußischen Quarts, so daß zwei erwachsene Personen sich daran satt essen können.“ 1868 erschien ihr Buch über die Volksküchen mit Rezepten, aus denen später das Illustrierte Universal-Kochbuch entstand.

Schon allein dafür wäre ihr ein Platz an der Seite bedeutender Frauen in der Geschichte sicher. Doch Lina Morgenstern gilt nicht umsonst als eine der ersten Frauenrechtlerinnen und Sozialaktivistinnen in Deutschland. Bereits mit 18 Jahren gründete sie den „Pfennigverein zur Unterstützung armer Schulkinder“, die darüber mit Schulmaterial versorgt wurden. Um die Familie zu unterstützen, schrieb sie Kinderbücher. 1859 gründete sie mit Adolf Lette den Berliner Frauen-Verein zur Beförderung der Fröbel’schen Kindergärten und war von 1861 bis 1866 Vereinsvorsitzende. In Preußen galt damals ein Kindergartenverbot, die gemeinsame Erziehung aller Kinder war der preußischen Obrigkeit ein Graus. Die Mutter von fünf Kindern verfasste auch ein Handbuch zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen „Das Paradies der Kindheit“, das sogar in Übersee ein großer Erfolg war. "Der Kindergarten ergänzt das Familienleben durch seine gemeinsamen Spiele und Beschäftigungen und bereitet die Kinder durch harmonische Entwicklung all dieser Anlagen auf die spätere Schule des Lebens vor. Er muss jedoch in seinem Streben von der elterlichen Erziehung unterstützt und gefördert werden und macht dieselbe in keiner Weise überflüssig." - Dieses Zitat aus dem Buch hat bis heute an Aktualität nicht verloren und könnte als pädagogische Leitlinie auf jeder Webseite von Kitas stehen.

Lina Morgenstern erkannte schon früh, dass mit Mildtätigkeit allein die Situation der Familien nicht verändert werden konnte. Deshalb gründete sie 1868 eine Akademie zur Fortbildung junger Damen, 1869 einen Kinderschutzverein sowie Erziehungs- und Krankenpflegeschulen. Ab 1874 gab sie 30 Jahre lang die Deutsche Hausfrauenzeitschrift heraus. 1896 organisierte sie zusammen mit Minna Cauer den Internationalen Kongress für Frauenwerke und Frauenbestrebungen und wurde 1897 Vorstandsmitglied der Deutschen Friedensgesellschaft.

 

1909 starb Lina Morgenstern, ihr Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Weißensee. In Lichtenberg wurde eine Straße nach ihr benannt, in Friedrichshain-Kreuzberg trägt eine Gemeinschaftsschule ihren Namen. Zu ihrem schulischen Leitbild gehören das gemeinsames und individuelle gefördertes Lernen von Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und kulturellen Erfahrungen und Respekt in gegenseitiger Achtung und Akzeptanz voreinander. Grundsätze, für die sich Lina Morgenstern ihr ganzes Leben lang eingesetzt hat.
ReF

 

Literaturtipp: „Die Suppenlina - Wiederbelebung einer Menschenfreundin. Mit über achtzig Rezepten aus ihrem berühmten Kochbuch“, Heinz Knobloch, Edition Hentrich (1997)

 

Podcast über Lina Morgenstern

Preis Soziale Stadt 2014

Der bundesweite Wettbewerb zum "Preis Soziale Stadt 2014" wurde gemeinsam vom Deutschen Städtetag, dem AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung und dem Deutschen Mieterbund  ausgelobt. Bis zum 15. März 2014 können Projekte eingereicht werden, die beispielhaft zeigen, wie das soziale Miteinander in den Stadtquartieren gefördert werden kann.

 

Mit dem Wettbewerb zum "Preis Soziale Stadt 2014" wollen die Auslober anhand guter Beispiele Lösungswege aufzeigen, wie soziale Aktivitäten in den Stadtquartieren gefördert werden können. Eingeladen sind möglichst viele Akteure, um ihre eigenen Erfahrungen bei der Unterstützung des Miteinanders der verschiedenen Gruppen von Stadtbewohnern bekannt zu machen. Gefragt sind Projekte, die zeigen, wie sozialen Konflikten innerhalb von Nachbarschaften sowie der sozialen Entmischung und krisenhaften Entwicklung von Wohnquartieren begegnet werden kann und wie Integrationserfolge nachhaltig gesichert werden können.

Der Wettbewerb möchte ausgehend von den positiven Aktivitäten der Menschen für das eigene Quartier die Erfolge und die Bedeutung der sozialen Stadtentwicklung für Gesellschaft und Politik erfahrbar machen. Ziel ist es, vom Abstieg bedrohten Quartieren eine Zukunftsperspektive zu geben. Bekannt gemacht werden sollen Aktivitäten, die die Lebensbedingungen in den Quartieren verbessern, die Nachbarschaften stabilisieren, die Integration und das Zusammenleben fördern, den Zugang zu Bildungsangeboten verbessern sowie die lokale Wirtschaft stärken und Arbeit im Quartier schaffen.

 

Wer kann teilnehmen?

Am Wettbewerb können sich alle beteiligen, die sich in den Stadt- und Wohnquartieren engagieren. Er richtet sich sowohl an Bürger- und Bewohnergruppen im Quartier, z.B. Gewerbetreibende, Schulklassen, Organisatoren von Begegnungsstätten, als auch an die klassischen Handlungsträger der Stadtentwicklung wie Kommunen, Wohnungsunternehmen, private Investoren oder freie Wohlfahrtspflege. Der Wettbewerb ist nicht auf die Gebiete des Programms "Soziale Stadt" beschränkt. Initiativen außerhalb der Fördergebiete und Projekte aus kleineren Städten und Gemeinden werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt. Bewerben können sich Projekte jeder Größe, kleinteilige Initiativen sozialen und nachbarschaftlichen Engagements genauso wie große, komplexe Quartiersprojekte. Projekte, die an einem früheren Wettbewerb "Preis Soziale Stadt" teilgenommen haben, können nochmals eingereicht werden, wenn ihre Verstetigung gelungen ist oder neue Aspekte den bisherigen Projektansatz erweitert haben.

 

Die Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an die Geschäftsstelle des Wettbewerbs:

vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V.
Fritschestraße 27/28
10585 Berlin
Telefon: 030-390473-130

 

Die Wettbewerbsunterlagen können hier abgerufen werden.

 

 

Seiten