Auf dem Quartiersrätekongress

Beim achten Quartiersrätekongress am Freitag, Quartiersrätekongress 2016 Team Ackerstraße im Gespräch 4. März, gehörte das Berliner Abgeordnetenhaus einen Nachmittag lang den Quartiersräten, Mitgliedern der Aktionsfondsjurys und den Management-Teams. Mehrere hundert Teilnehmer diskutierten auf Fluren und Gängen. Im Plenarsaal befragten sie in großer Runde die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Chance auf ein Gespräch und Dank für das Engagement vermerkte die Einladungskarte zum 8. Quartiersrätekongress. Eine halbe Stunde vor dem Start um 14 Uhr kamen am Freitag, 4. März, die ersten Quartiersmanager und Quartiersräte um ihren Stand in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses aufzubauen. 37 Quartiersmanagementgebiete gibt es derzeit in Berlin und die meisten von ihnen nutzten die Gelegenheit, um sich in der Wandelhalle des Landesparlamentes vorzustellen. Um 14.45 Uhr besuchten der Senator für Stadtentwicklung, Andreas Geisel, und der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, die Stände. Ralf Wieland nahm sich viel Zeit für die zwei Stände vom Quartiersmanagement Brunnenviertel-Ackerstraße und Brunnenviertel-Brunnenstraße. Beide Gebiete liegen in seinem Wahlkreis und interessieren ihn deshalb besonders.

Quartiersrätekongress 2016 Team Ackerstraße im Gespräch Um 15 Uhr wechselten alle Besucher von der Wandelhalle in den Plenarsaal. Dagmar Buchholz von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung leitete das Plenum. Zuerst hielt Ralf Wieland ein Grußwort, in welchem er sagte, "das Gefühl, wir stehen zueinander, dürfen wir nicht anderen überlassen". Dabei hatte er die Integration von Flüchtlingen im Blick und sagte weiter: "Wir sind überall auf Integration gut vorbereitet, wo ein QM eingerichtet ist". Nach dem Grußwort präsentierte sich das Projekt Edupoint Schülerpaten aus Spandau.

Die Diskussion im Plenarsaal stand unter keinem vereinbarten Thema, so dass die Quartiersräte sehr viele Themen ansprachen. Die Fragen bezogen sich auf Honorare für Projekte im Aktionsfonds, auf die Rahmengeschäftsordnung, auf die Kiezzeitung und vieles mehr. Alex Koch aus dem Brunnenviertel forderte mehr Respekt für Projektnehmer. Senator Andreas Geisel blieb trotz vieler kritischer Nachfragen humorvoll und erklärte mit verständlichen Worten die Anforderungen der Städtebauförderung. Denn das Berliner Quartiersmanagement ist Teil der Städtebauförderung und damit an rechtliche Vorgaben gebunden. In seinem Schlusswort sagte Geisel, "dass die Stadt wächst, ist ein Privileg" und bat die Zuhörer in den Quartieren für Neubau einzutreten, "Sie organisieren Nachbarschaft, werben Sie für Neubau in der Nachbarschaft."

Am Schluss begeisterte der Kiezchor Wassertorplatz, geleitet von Viktoria Balitska, mit Evergreens wie Halleluja oder Carry me home. Das Publikum forderte Zugabe.

Ein Großteil der Quartiersräte und Quartiersmanager beendete den Nachmittag nach 18 Uhr mit Gesprächen am Buffet.

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Quartiersrätekongress 2016 Team Ackerstraße im Gespräch

7.3.2016

Text und Foto: Andrei Schnell