Kiezmütter in Mitte

Kiezmütter GesundbrunnenIm April 2015 teilte der Bezirk Mitte mit, dass das Projekt Kiezmütter durch den Netzwerkfonds gerettet wurde. Damit können auch die Kiezmütter im Gesundbrunnen weitermachen. Kiezmütter suchen das Gespräch mit Familien im Kiez und sprechen Themen wie Sprachentwicklung an oder geben Orientierung zu Ämtern und Einrichtungen.

Die Kiezmütter im Gesundbrunnen haben einen ihrer Hauptstandorte im Familienzentrum in der Wattstraße. Dort haben sie regelmäßige Sprechstunden montags von 13 bis 16 Uhr. Aber sie gehen auch in Kitas oder Grundschulen und bieten Gespräche an.

Die Kiezmütter sprechen Deutsch, Türkisch, Tschechisch, Russisch und Arabisch. Aufgrund ihres eigenem kulturellen Hintergrund finden sie im Gespräch mit den Menschen im Kiez den richtigen Ton und die richtigen Worte. Sie verstehen sich als Helfer und machen Angebote, die zum Beispiel von jungen Eltern angenommen werden können. 

Die verantwortungsvolle Arbeit setzt eine Ausbildung voraus, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wird. Damit wird sichergestellt, dass die Kiezmütter professionell arbeiten.

Stadtteilmütter gibt es in Berlin seit 2004 als in Neukölln das Diakonische Werk erstmalig Frauen für diese Arbeit ausbildete.

Das Förderprogramm Soziale Stadt kennt die vier Fonds: Aktionsfond, Projektfonds, Baufonds und Netzwerkfonds. Details zu den einzelnen Fonds findet man auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durch Klick auf das Wort hier. Mit Mitteln des Netzwerkfonds konnte nun das Projekt Kiezmütter in Mitte bis 2016 finanziert werden.

Kiezmütter Gesundbrunnen

24.05.2015

Text und Foto: Andrei Schnell

Foto2 : Kiezmütter