Ackerplatz zieht Prominenz an

Ackerplatz BrunnenviertelOtto Schily, von 1998 bis 2005 Bundesinnenminister, und Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat in Mitte, sprechen am 24. Januar auf dem ehemaligen AEG-Gelände. Sie eröffnen die Verleihung des Joanes Preises. Die gleichnamige Stiftung hatte aufgerufen, Ideen für eine Umgestaltung des Ackerplatzes in der Ackerstraße einzureichen. Unter 53 Einsendungen hat eine Jury fünf Gewinner bestimmt.

 

Um bei der Verleihung des Preises dabei sein zu können, ist eine Anfrage an das Vorort-Team in der Jasmunder Straße nötig. Für die Veranstaltung in einem TU-Saal in der Gustav-Meyer-Allee sind persönliche Einladungen Voraussetzung für den Einlass. Die festlichen Reden beginnen um 18 Uhr.

Einen so genannten Impulsvortrag zur Bedeutung der Stadtgesellschaft hält Dr. Otto Schily, der vor mehr als zehn Jahren Mitglied der rot-grünen Bundesregierung war. Der Stadtrat für Stadtentwicklung im Bezirk Mitte, Ephraim Gothe, hält ein Grußwort. Über Stadtkultur spricht Judith Laub vom Bezirksamt Mitte, die dort Programmleiterin für Stadtkultur im Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte ist.

Ab dem 29. Januar sind alle 53 Ideen für den Ackerplatz in der Waschküche von 16 bis 20 Uhr ausgestellt. Der Nachbarschaftsraum Waschküche befindet sich in der Feldstraße 10.

Der von der Joanes Stiftung ausgeschriebene Preis stand unter dem Motto "Raum für Gemeinschaft". Ausdrücklich eingeladen waren neben Architekten und Künstler auch Bürger und "sonstige Personen sowie Initiativen, die sich als soziale Stadtgestalter beteiligen möchten", wie in einer Mitteilung im November 2019 zu lesen war.

Die Joanes Stiftung und die Degewo suchten über den Wettbewerb gemeinsam Ideen für den Ackerplatz. Das ist ein Stadtplatz auf einem Grundstück der Wohnungsbaugesellschaft Degewo, den vielen Bewohner und Bewohnerinnen im täglichen Sprachgebrauch bislang schlicht als Platz vor dem Edeka bezeichnen. Den neuen Namen ermittelte die Degewo durch eine Umfrage unter Anwohnern und Anwohnerinnen. Ziel der Umgestaltung ist eine Belebung und Aufwertung des zentralen Platzes im Kiez, den die Nachbarn und Nachbarinnen wegen des Supermarkts gut nutzen. Dafür stehen 40.000 Euro bereit. Zusätzlich gibt es Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro für herausragende Ideen. Bereits ab März 2020 soll die Umgestaltung beginnen.

Die Berliner Joanes Stiftung "fördert eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Entwicklung des Wohnraums". Weiter heißt es auf der Webseite: Die Stiftung "engagiert sich in den Bereichen Wohnraumschaffung im angemessenen Preissegment, Nachhaltige und integrierte Quartiersentwicklung sowie Dialog und Information". Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Degewo hat fast 70.000 Wohnungen im Eigenbesitz, im Brunnenviertel davon über 3.000.

Links
Webseite der Joanes Stiftung

Webseite der Degewo

ackerplatz Brunnenviertel

17.01.2020

Text und Fotos Andrei Schnell